Kinderhospizdienst freut sich auch in 2017 über die großzügige Spende von SaarGummi

Es ist inzwischen zu einer schönen Tradition bei SaarGummi am Standort Büschfeld geworden: das Sammeln von Spenden zugunsten des Kinderhospizdienstes Saar.

Auch in diesem Jahr haben sich viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Spendenaktion der Betriebsräte beteiligt, insgesamt kamen so 6.550,00 € zusammen. Damit hat sich das Ergebnis der ersten Spendenaktion von 2011 von rund 3.000,00 € bis dato mehr als verdoppelt!

Ein großes Dankeschön gilt nicht nur unserer großzügigen Belegschaft, sondern erneut auch dem Infoinstitut, das sich wie in jedem Jahr beteiligt hat, dieses Mal sogar mit 1000,00 €. Ebenso unserem CFO Achim Gier, der 500,00 € für den guten Zweck spendete.

Beate Leonhard-Kaul, Teamleiterin des Kinderhospiz Saar, freute sich bei der offiziellen Scheckübergabe am 15. Dezember in Büschfeld sehr über das Geld, das einen großen Beitrag zur Unterstützung der Arbeit der Einrichtung bedeutet.

Wie die meisten wissen, hilft der Kinderhospizdienst schwerstkranken Kindern und Jugendliche sowie deren Familien.

Gespräche, die den Betroffenen helfen sollen, sich mit den schweren Erkrankungen auseinander zu setzen und die Beratung bei der pflegerischen Versorgung im Krankheitsverlauf zählen dabei ebenso dazu wie Botengänge oder Einkäufe.

„Dies alles wäre nicht möglich ohne die Unterstützung der aktuell 90 ehrenamtlichen Helfer“, berichtet Beate Leonhard-Kaul bei ihrem Besuch bei SaarGummi.

Aber die ehrenamtlichen Helfer müssen zuerst geschult werden, denn für die Hospizarbeit benötigt man jede Menge psychologisches Fingerspitzengefühl.

Helferkurse finden in jedem Jahr statt und umfassen in der Regel rund 100 Stunden an 18- 19 Abenden. Die Themen sind sehr vielfältig; medizinische Informationen zu einzelnen Krankheitsbildern werden ebenso vermittelt wie juristische Grundlagen, ethische Aspekte und Kommunikationstools. Danach erhalten die Teilnehmer ein Abschlusszertifikat, das sie als ehrenamtliche Mitarbeiter des Kinderhospizdienstes ausweist.

Letztes Jahr haben 14 Teilnehmer den Kurs absolviert. Alle sind dabei geblieben und besuchen nun z.B. einmal pro Woche oder alle 2 Wochen für einige Stunden betroffene Familien. Die Schulungen werden übrigens ausschließlich durch Spenden finanziert.

Es gibt darüber hinaus auch die Möglichkeit bei der Öffentlichkeitsarbeit mitzuwirken, dazu gehört beispielsweise das Verteilen von Flyern.

Im März 2018 haben alle, die an einer Mithilfe interessiert sind, die Gelegenheit, sich bei einer Veranstaltung über das Konzept zu informieren. Den genauen Termin geben wir zeitnah bekannt.

Ist ein Kind in einer Familie schwer krank, dreht sich verständlicherweise alles in erster Linie um dieses Kind. Die Geschwister kommen dabei oft zu kurz, obwohl sie ebenfalls dringend Zuspruch benötigen.

Beim Hospizdienst steht nicht nur die Begleitung der todkranken Kinder ab Diagnosestellung im Vordergrund, sondern auch Hilfe bei der gemeinsamen Trauerbewältigung.

Das Gefühl „wir sind nicht alleine, anderen Kindern geht es genauso“, kann schon sehr helfen. Dabei geht es nicht nur um die Trauer bei Tod eines Geschwisters, sondern unter Umständen auch beim Tod eines Elternteils.

Der Kinderhospizdienst organisiert verschiedene gemeinsame Aktivitäten für trauernde Familien, besonders in der Weihnachtszeit. Dazu gehören jedes Jahr Wanderungen, Adventskaffees, das Schmücken von Tannen oder Basteln von „Erinnerungskästchen“ zum Andenken an die verstorbenen Kinder.

Derzeit nehmen 165 Familien in der Großregion das Angebot des Kinderhospiz-dienstes in Anspruch. Das Alter der Patienten reicht von 0-36 Jahren.

0 Jahre, d.h. die jüngsten Kinder sind teilweise noch gar nicht geboren, man hat die schwere Krankheit bei Untersuchungen während der Schwangerschaft diagnostiziert.

Der Kinderhospizdienst gibt hier betroffenen Eltern Ratschläge, wie es weiter gehen kann, wenn sie sich entschließen, dass das Kind trotzdem auf die Welt kommen soll. Solch eine medizinische Beratung ist eine der Aufgaben eines speziell ausgebildeten Expertenteams.

Zum Schluss erzählt uns die gelernte Kinderkrankenschwester Beate Leonhard-Kaul über ihre Anfangszeit beim Hospiz: „Ich bin da reingewachsen, der Weg hat mich gefunden. Vor einigen Jahren habe ich ganz hier in der Nähe, in Noswendel, die Nachtwache bei einem sehr kranken Jungen übernommen, von dem die Ärzte meinten, er werde keine 10 Jahre alt.
Heute ist er 27 … Natürlich ist die Arbeit nicht immer leicht für mich. Aber man bekommt auch sehr viel zurück von den Kindern, das gibt einem immer wieder die Kraft, weiter zu machen.“

Egal, ob ehrenamtlich oder aus Berufung: alle im Kinderhospizdienst haben ein gemeinsames großes Ziel: vor allem die Lebensqualität schwerstkranker Kinder zu fördern und zu ihrer Lebensfreude beizutragen.

Wenn Sie dieses Engagement nicht nur an Weihnachten unterstützen möchten:
Spendenkonto Kinderhospizdienst
Sparkasse Saarbrücken, Kto 717 017, BLZ 590 501 01, IBAN: DE77 5905 0101 0000
7170 17, SWIFT-BIC: SAKSDE55